Wie kann ich sinnvoll mit meinem Geld die Erneuerbaren Energien unterstützen?

7. Juli 2011 - 11:04 — greenwave

Wir bekommen seit Fukushima ganz viele Anfragen, wie man denn mit der Geldanlage sinnvoll den Umbau hin zu und den Ausbau der Erneuerbaren Enerigen fördern kann.

Erstmal, wozu man verleitet wird, was aber wenig sinnvoll ist:

- Anlage in Genussschein wie marktschreierisch von Prokon und ähnlichen angeboten: wer Genussscheine zeichnet, hat bei der Gesellschaft keine Mitspracherechte, Auskunftsrechte oder kann Entscheidungen treffen. Wenn die Gesellschaft in Schwierigkeiten gerät, wird zunächst alles andere von Banken über Mitarbeiter oder sonstigen Stake-Holdern bedient - erst zuletzt der Inhaber von Genussscheinen. Deshalb: Finger weg von Genussscheinen.

- Ökobanken: GLS, Ethik- oder Umweltbank sind prinzipiell gute Banken und empfehlenswert. Dort werden die Gelder aber "allgemein" nachhaltig angelegt, d.h. nur zu einem geringen Anteil in Erneuerbare Energien.

- eigene Photovoltaik-Anlage auf dem Dach: als Symbolische Aktion schön und es fühlt sich, weil eigener Besitz, auch gut an. Als Geldanlage aber nur bedingt geeignet, denn die korrekte Rendite-Rechnung lässt dort nur 4-5% pro Jahr erwarten. Bei dem Aufwand und Risiko (was ist in 15 Jahren mit der Anlage passiert?) zu wenig. Außerdem fällt die Wartung schwer, oder wer säubert die Photovoltaik-Anlage bei Pollenflug 2x am Tag um die benötigte Lichtleistung zu erhalten?

Bleiben 2 Varianten, die etwas bringen und gleichzeitig als Geldanlage sinnvoll sind:

1.) Erneuerbare-Energien-Fonds: Über aktiv gemanagte Fonds die in Firmen der Branche Erneuerbare Energien investieren wird die Etnwicklung dieser Branche und dieser Unternehmen gestärkt. Zudem sind diese Fonds in letzten Jahren konsolidiert, was günstige Einstiegsmöglichkeiten ergibt. Wer auf 8-10 Jahre das Geld anlegt, findet hier etwas gutes. Die Mischung machts, deshalb die Musterdepots (http://www.gruenesgeld24.de/sonnenfonds-anlegen.htm)  z.B. von Grünes Geld ansehen.

2.) Direkter kann man in Projekten investieren, bei denen Anleger gemeinsam Photovoltaik-Parks oder Windkraftwerke erstehen und betreiben. Die Investitionen sind dort mindestens 8 Jahre nötig, teilweise auch 20 Jahren (analog zur staatlich garantierten Förderung). Gut zusammengestellt findet ihr die interessantesten Projekte hier (http://www.gruenesgeld24.de/projekte.htm).

Kommentare

4. Januar 2012 - 15:48 — samson

Ich hab eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach.

Das macht Sinn und schont den Geldbeutel. 5,4kwp habe ich drauf. Die erzeugen im Monat ca. 180€ Einspeisevergütung und das 20 Jahre lang staatlich garantiert. Die Tilgung des Kredit macht 100€ aus. Also tue ich was für die Umwelt und bekomme noch 80€ plus jeden Monat raus.

So eine Anlage rechnet sich immer. Damit machst du immer Gewinn und für die Umwelt wird auch was getan. Nur viele denken sie müssten diese Anlagen aus eigener Tasche bezahlen, müssen sie aber nicht. Wenn das alle wüssten, wie das genau läuft würden diese Anlagen noch viel mehr gebaut.

Mann hat da keine Wartung und sauber machen muss man die auch nicht. Pollen usw. regnen wieder ab.

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