Was ist an Green Buildings wirklich nachhaltig?

9. August 2011 - 12:20 — greenwave

Viele Menschen sind verunsichert über die Turbulenzen an den Finanzmärkten. Auch die Währungen sind instabil, so dass die Geldwerte auf den Konten keine absolute Sicherheit mehr bieten.

Die meist gewählte Alternative sind Immobilienprojekte. Dabei beteiligen sich viele Anleger am Kauf und der Vermietung von einem oder mehreren Gebäuden.

Aber wie reagiert der nachhaltige Anleger? Sind Green Buildings eine Alternative? Und wie nachhaltig sind Green Buildings überhaupt?

Zunächst ist ein "Green Building" kein geschützter Begriff, sondern kann frei verwendet werden. Bei seriösen Anbietern wird das allerdings regelmäßig durch Zertifizierungen untermauert.

Mögliche Zertifizierungsstandards sind z.B. DGNB, BNB, BREEAM oder LEED.

Bei LEED wird beispielsweise geachtet auf die Sektoren:

  • Energieeffizienz und Atmosphärenschutz
  • Effizienter Wasserverbrauch
  • Nachhaltige Wahl Bewirtschaftung von Baustellen und Baugrund
  • Regionale Wertigkeit
  • Innovation in Entwurf und Umsetzung
  • Verbesserung der Raumluftqualität
  • Schonender Material- und Ressourceneinsatz

Es ist also ein durchgängier, umfassender Ansatz. Außer dem wichtigen Punkt Energieeffizienz wird also auch der Mensch im Gebäude oder die regionale Komponente nicht vergessen.

Beispiel: Das TriCon Gebäude im im nördlichen Rhein-Main Gebiet gelegenen Oberursel wurde als Green Building gebaut. Für das Gebäude gilt:

  • Wasserverbrauch: Einsparung von 35% bzw. 800 Kubikmeter jährlich gegenüber LEED-Referenzfall
  • Materialeinsatz: der Baustahl ist zu 100% recycelt
  • Tageslicht: an mehr als 95% aller regulären Arbeitsplätze ist ein hoher Tageslichteintrag gewährleistet
  • CO2 Einsparung und Geothermie: es wurde ein Wärmepumpe mit 200kW Heiz- und 100kW Kühlleistung installiert. Das ergibt ca. 120 Tonnen CO2 Einsparung jährlich.

Mehr Details zum TriCon Gebäude dazu unter http://www.gruenesgeld24.de/deutschland-05.htm.

Green Buildings sind also ein wirkungsvoller Beitrag zum Klimaschutz. Und nicht zu vergessen:  ca. 40% der Treibhausgase sind durch Immobilien verursacht.

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