Trittschall und Trittschalldämmung

25. Mai 2016 - 10:06 — DUKSY

Der Trittschall ist ein gängiges Thema - sei es bei bestehenden Bauten, Renovierungen, Altbauten oder auch Neubauten.

Ungern möchte man Trampelgeräusche vom Kinderzimmer oder den Geschoßnachbarn feiern hören.

 

Doch wie verhält sich der Trittschall? Wie kann man ihn reduzieren oder gar vermeiden?

Was ist zu beachten? Wie kann man bei Sanierungen den Trittschall nachträglich verbessern?

Im Folgenden stellen wir Grundbegriffe, sowie das Prinzip des Trittschalls dar.

 

GRUNDBEGRIFFE:

Schall:

Als Schall werden mechanische Schwingungen bezeichnet, die sich in elastischen Medien ausbreiten. Die Masse wird in Schwingung versetzt, welche sich dann auf benachbarte Teile/Masse ausbreitet. Es entsteht eine Schallwelle. Die Stärke des Schalls wird u.a. durch den Schallpegel (dB) angegeben.

 

Luftschall:

Man muss unterscheiden zwischen Luftschall (auch Raumschall) und Trittschall. Der Luftschall entsteht unter anderem durch Reden oder Musik hören in einem Raum. Dieser kann bei schlechter Dämmung in Nachbarräumen, wie auch in darüber- oder daruntergelegenen Räumen zu hören sein. Luftschall kann hauptsächlich durch mehr Masse verbessert werden.

 

Trittschall:

Der Trittschall entsteht durch Schritte, Stampfen, Möbelrücken, Klopfen auf dem Boden o.ä. Er verpflanzt sich hauptsächlich in die darunter gelegenen Räume. Um den Trittschall möglichst gering zu halten sind entkoppelte Deckenkonstruktionen nötig, wie auch das Verlegen von Trittschalldämmung im Fußbodenaufbau.

 

Trittschallwert:

Die Verbesserung des Trittschalls durch nachträgliche Dämmung (z.B. mit Holzweichfaserplatten) hängt in gewissem Maße von der gegebenen Rohdecke ab. Um Herstellerangaben zu Trittschall-Verbesserungswerten vergleichen zu können, werden diese immer auf einer einheitlichen Roh-Betondecke gemessen. Durch die Frequenz wird somit die Trittschalldämmung ermittelt.

 

NACHTRÄGLICHE DÄMMUNG

Um die Trittschallübertragung nachträglich zu verbessern gibt es zwei Möglichkeiten: zum einen die Verbesserung der Dämmung durch die Unterdecke, zum anderen die Verbesserung der Dämmung durch Deckenauflage.

 

Dämmung durch Unterdecke

Zur Verbesserung der Luft- und Trittschalldämmung sind Unterdecken, z.B. Gipskarton- und Gipsfaserplatten, Holzwolle-Leichtbauplatten und andere dichte Leichbauplatten geeignet. Zu beachten hierbei ist eine möglichst wenig starre Befestigung. Dazu hat sich eine doppelte Lattung bewährt. Auch eine Hohlraumdämpfung ist vorteilhaft, z.B. mittels weicher, offenporiger Dämmstoffe von mindestens 50 mm Dicke.

 

Dämmung durch Deckenauflage

Eine oftmals einfachere Möglichkeit den Trittschall zu mindern, ist die Dämmung als Deckenauflage. Zu beachten ist hierbei, dass der Fußboden mit der Rohdecke eine zweischalige Konstruktion bildet. Diese beiden Schalen müssen durch eine weichfedernde Dämmschicht getrennt sein. Der genaue Fußbodenaufbau ist von verschiedenen Faktoren abhänging, wie von der Art der Rohdecke (Holzbalkendecke, Massivdecke), der verfügbaren Aufbauhöhe und des gewünschten Bodenbelages.

 

Zweischalige Konstruktion

Unter zweischaligen Bauteilen versteht man Konstruktionen, die aus zwei einzelnen voneinander getrennten Schichten bestehen.  Dazwischen liegt eine ausreichende Dämmschicht. Damit sich der Trittschall nicht von der einen in die andere Schicht verpflanzt, ist es wichtig, die zwei Schalen (z.B. Rohdecke und Fußbodenbelag) nicht direkt miteinander durch harte Baustoffe zu verbinden. Als Beispiel kann man die Verlegung eines Massivholzdielenbodens auf Lagerhölzern nennen. Hierbei ist es wichtig, dass die Lagerhölzer nicht direkt auf der Rohdecke aufliegen, sondern eine ganzflächige, ausreichende Dämmung vorhanden ist. So werden Schallbrücken vermieden.

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