Richtig dämmen – Bauschaden vermeiden - Aktive Innendämmungen aus Holzweichfaser und Ton!

9. November 2010 - 14:36 — lehmkontor

Unzähligen Berichte über Bauschäden durch Schimmelbildung oder die Zerstörung der Bausubstanz, die nach dem Anbringen einer Innendämmung entstanden sind, zeigen deutlich die Problematik und lassen den Schluss zu, besser auf Innendämmungen zu verzichten. Was aber tun, wenn eine Aussendämmung nicht möglich ist, aber trotzdem gedämmt werden muss? Welche Fragen müssen beantwortet werden, um aus der Vielzahl der angebotenen Lösungen das richtige Produkte für die Maßnahme zu finden?
Der Hauptgrund für das Entstehen von Bauschäden durch Innendämmungen ist die Bildung von Tauwasser im gedämmten Bauteil. Gründe hierfür sind die falsche Wahl des Dämmstoffs, fehlerhafte Verarbeitung oder nachträgliche Beschädigungen der Dampfbremsen/-sperren. Die üblichen Innendämmsysteme basieren auf dem Prinzip eines Dämmstoffes, der innenseitig mit einer Folie oder Dampfbremse gegen eintretende Feuchtigkeit geschützt wird. Wird diese Schicht (z.B. durch einen Nagel) verletzt, kann Wasserdampf in den Baustoff eindringen. Insbesondere bei Dämmstoffen, die wenig oder keine Feuchtigkeit aufnehmen können, ist der Bauschaden vorprogrammiert. Ein weiteres Problem bei Innendämmungen stellen die angrenzenden Bauteile (Mauer- und Deckenanschlüsse, Fenster, etc.) dar, da sich die entstehende Feuchtigkeit im Innenraum durch kleine Leckagen einen Weg sucht und an diesen Stellen zu Tauwasserbildung führt.
Der österreichische Tonputzhersteller Emoton hat ein aktives Innendämmsystem auf der Basis von Holzweichfaser und Tonputz entwickelt, dass Lösungen für diese Problematiken bietet. Im Gegensatz zur klassischen Innendämmung kann hier auf den Einsatz von Dampfbremsen- oder folien völlig verzichtet werden. Das Prinzip, so der Geschäftsführer von Emoton, Harald Weihtrager, ist einfach: Die im EMOTherm- Innendämmsystem verwendeten Materialien können eine Menge Feuchtigkeit speichern. Dadurch werden wie bei einer Dampfbremse Feuchtigkeitsspitzen gekappt und Taupunktsunterschreitungen verhindert. Wird einmal der Taupunkt unterschritten, transportieren Holz und Ton das Wasser in die Kapillare und verteilen es. Dadurch werden Bauschäden verhindert!
Holzweichfaserplatten können große Mengen Feuchtigkeit aufnehmen und wieder abgeben, ohne dass dabei eine nennenswerte Verschlechterung der Dämmwirkung entsteht. Damit wird der Dämmstoff zum Feuchtigkeitspuffer und reguliert das Klima im Raum auf ideale Weise. Wie eine Studie der Holzforschung Austria eindrucksvoll belegt, haben Tonputze zudem die Eigenschaft, in hohem Maße Schadstoffe und Gerüche aus der Raumluft aufzunehmen und abzubauen.
Dieses System zeigt eindrücklich, dass der Einsatz von Naturmaterialien nicht nur die Umwelt schont, sondern aktiv zum Bautenschutz beiträgt und das Wohnraumklima in Haus deutlich verbessert! In jedem Fall wird vor Beginn einer Dämmmaßnahme fachlicher Rat empfohlen.

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