Pflanzenpflege mit Niem

15. April 2013 - 12:54 — jpp

Seinen Garten kann man auch mit biologischen Mitteln, wie z.B. Niem, vor Schädlingen schützen. In der Natur entwickeln Pflanzen ihre eigenen Abwehrstoffe. Ein wichtiger Inhaltsstoff ist das auf Insekten wirkende Azadirachtin. Der Wirkstoff wird aus kalt gepresstem Niemöl gewonnen, welches aus den Samen gepresst wird. Die Wirkstoffe des Niembaums werden nicht nur im Gartenbereich zur Bekämpfung von Schädlingen aller Art eingesetzt, man nutzt sie auch erfolgreich bei der Tierpflege und sogar imKosmetikbereich.

Niemprodukte schützen die Pflanzen gegen zahlreiche Schädlinge, z.B. gegen Grasmilben/Herbstmilben und diverse Krankheiten. Zusätzlich verbessern sie den Boden durch eine ausgewogene Nährstoffversorgung. Der Niempresskuchen, der durch das Auspressen des Niemsamens gewonnen wird, hat pflanzenschützende und bodenverbessernde Eigenschaften. Der Boden wird mitStickstoff und anderen Nährstoffen angereichert und das Pflanzenwachstum gefördert. Gleichzeitig wirkt Niem gegen Schädlinge im Boden und hindert sie daran sich auszubreiten.

Eine frühzeitige Behandlung mit Niem trägt entscheident zur Wirkung bei, denn während den Entwicklungsstadien sind die Schädlinge besonders empfindlich. Die Pflanzen gründlich mit einer Niem/Wasserlösung, auch die Blattunterseite, einsprühen, damit möglichst alle Schädlinge getroffen werden. Wer Mittel auf Neem-Basis benutzt, muss wissen, dass nicht alle Tiere gleich nach dem Spritzen absterben, sie hören aber sofort auf zu saugen, beziehungsweise zu fressen. An Tagen mit starker Sonneneinstrahlungsollte man Niem-Präparate nicht anwenden, denn das Azadirachtin wird durch die UV-Strahlung sehr schnell zersetzt. Daher immer in den Abendstunden die Pflanzen einsprühen. 

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