Living Planet Index

27. Oktober 2009 - 10:43 — Nicko

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Hallo!

Ich erzähle euch Heute etwas über den Living Planet Index.

Der Living Planet Index ist ein Indikator, der den Zustand der Biodiversität anzeigt. Der Gesammtindex zeig, dass die Bestände von 1970 bis 2005 um fast 30 % abgenommen haben. Die Inanspruchnahme der Biosphäre durch den Menschen hat sich von 1961 bis 2005 mehr als verdoppelt.

Wenn wir weiter machen wie bisher, werden wir Anfang der 2030 Jahre zwei Planeten brauchen, um mit der menschlichen Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen Schritt zu halten. Der Living Planet Report 2008 zeigt beispielweise, wie ein Maßnahmenpacket aus sauberer Energiegewinnung und effizienter Nutzung heutiger Technologien es uns ermöglichen können, den für 2050 prognostizierten Energiebedarf zu decken und gleichzeitig die Kohlendioxid-Emissionen stark zu reduzieren.

Der Living Planet Index zeigt, dass Arten und natürliche Ökosysteme in allen Biomen und Regionen der Welt unter Belastung stehen. Die dicke, von Menschen verursachte Bedrohung Biodiversität wird häufig in fünf Bereiche eingeteilt:

·         Verlust oder Veränderung von Lebensraum, besonders durch Landwirtschaft

·         Übernutzung einer Art, besonders durch Fischerei und Jagt

·         Verschmutzung

·         Ausbreitung invasiver Arten oder Gene

·         Klimawandel

Diese fünf Bedrohungen sind Folge menschlichen Inanspruchnahme der Biosphäre- also der Verarbeitung und dem Konsum natürlichen Ressourcen für Herstellung von Lebensmitteln, Getränken, Energie oder Werkstoffen sowie damit verbundenen Abfällen- oder aus Verdrängung natürlicher Ökosysteme durch Städte und Infrastruktur. Zudem führt der starke Güter- und Personenverkehr rund um den Globus zu einer Verbreitung von Gebitsfremden Arten und Krankheiten.

Das Gesamtbild zeigt einen weltweiten Rückgang der Arten. Diese Entwicklung bedeutet nicht nur einen Verlust an Biodiversität, sondern hat auch Auswirkungen auf das menschliche Wohlbefinden. Die Menschheit ist auf gesunde Ökosysteme und Artenbestende angewiesen, um ihre weitere Versorgung durch die Funktionen der Ökosysteme sicherzustellen.

Erstmals übertraf der menschliche Fußabdruck die Gesamtbiokopazität der Erde in den 1980er Jahren. Diese Übernutzung hat sich seitdem verschärft. Im Jahr 2005 übertraf die menschliche Nachfrage das natürliche Angebot um 30 %.

Der Wasserhandel: Der Wasser-Fußabdruck eines Produkts ist die Gesamtmenge an Süßwasser, die für die Herstellung verwendet wird. Der weltweite Druck auf Süßwasserressourcen steigt als Folge der wachsenden Nachfrage nach wasserintensiven Produkten.

■ 2.900 Liter für jedes Baumwoll-T-Shirt 3,7 Prozent des weltweiten Wasserverbrauchs für die Herstellung pflanzlicher Agrarprodukte wird bei der Produktion von Baumwolle verbraucht, was 120 Litern Wasser pro Tag und Person entspricht.

■ 15.500 Liter für jedes Kilogramm Rindfleisch. Fleisch, Milch, Leder und andere tierische Erzeugnisse machen 23 Prozent des weltweiten Wasserverbrauchsinder Landwirtschaft aus, das entspricht mehr als 1.150 Litern Wasser pro Person und Tag.

■ 1.500 Liter für jedes Kilogramm Rohrzucker. Im Durchschnitt verbraucht ein Mensch 70 Gramm Zucker pro Tag, was bis zu 100 Litern Wasser entspricht. Rohrzucker verursacht 3,4 Prozent des weltweiten Wasserverbrauchs bei der Herstellung pflanzlicher Agrarprodukte.

Unter der Annahme eines schnellen globalen Wachstums und eines Übergangs zu einem ausgewogenen Energiemix sagt der Weltklimarat (IPCC) voraus, dass sich der jährliche Kohlendioxidausstoß bis 2050 mehr als verdoppeln wird. Zurückhaltende Schätzungen der Vereinten Nationen sagen, dass die Weltbevölkerung im selben Zeitraum auf neun Milliarden Menschen anwachsen wird.

Die Beendigung der Überbelastung bedeutet, die Lücke zwischen dem Ökologischen Fußabdruck der Menschheit und der verfügbaren Biokapazität zu schließen. Einige Strategien, die Pro-Kopf- Verbrauch und technologische Maßnahmenpakete betreffen, wie z.B. Gebeudeisolirung, führen zu schnellen Ergebnissen. Andere Strategien, etwa um Befölkerungswachstum zu verlangsamen, führen erst auf längere Sicht zu großen kumulativen Abschwächungen der Überlastung.

Innerhalb eines Pakets sind viele maßnahmen denkbar. Die einzelnen Maßnahmenpakete überschneiden meist und schaffen so die Gelegenheit für synergetische Lösungsansätze, die noch stärkere Reduzierung der Überlastung erbringen können.

Das WWF Climate Solutions Model umfasst drei Strategien:

·         Steigerung der Energieeffizienz in Industrie, Gebäuden und allen Arten Verkehr

·         Ausbau der erneubaren Energien

·         Stufenweise Reduzierung der verbleibenden Emissionen konventioneller fossiler Brennstoffe durch die Ausweitung von Kohlendioxidabscheidung und –Speicherung.

Das Climate Solutions Model Veranschaulicht, dass es technisch möglich ist, durch den Energiesektor verursachte, Klimabedrohende Emissionen drastisch zu senken.

Wer mehr davon erfahren möchte, sollte den kompletten Bericht lesen. Den findet man auf WWF- HomePages zum runterladen.

 

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