5+ Tipps für eine tolle CO2 Bilanz

18. Februar 2015 - 11:30 — blubiene

5+ Tipps für eine tolle CO² Bilanz

5+ Tipps für eine tolle, persönliche CO² Bilanz

Die Prognose für die klimatische Zukunft der Erde ist alarmierend. Die Erderwärmung durch Treibhausgase und CO2-Emissionen bedroht nicht nur die Artenvielfalt bei Flora und Fauna, auch unser eigener Fortbestand ist dadurch in Gefahr. Einen Anfang zur Übereinkunft zu mehr Verantwortungsbewusstsein gegenüber unserer Umwelt begründet sich mit dem Kyoto Protokoll aus dem Jahr 1997. Dabei handelt es sich um ein Abkommen, das bislang von 156 Ländern unterzeichnet wurde. Dazu gehört die Umsetzung der Reduzierung von Treibhausgasen um fünf Prozent bis zum Jahr 2020. Deutschland als große Industrienation hat sich für diesen Zeitraum ein ambitioniertes Ziel gesetzt, nämlich die Reduzierung eigener Emissionen um 40 Prozent.Dieses ehrgeizige Unternehmen baut auf die Bemühungen der Wirtschaft und der Industriezweige.  Natürlich gilt es auch für jeden einzelnen Menschen sich umweltkritisch zu hinterfragen. Letztlich bestimmt die Nachfrage das Angebot. Entsprechend lässt sich auch das Konsumverhalten nachhaltig beeinflussen, das bedeutet zum Beispiel auch die Wahl von umweltfreundlichen Verpackungen anstatt aus Plastik. Mit den folgenden Tipps lassen sich ganz einfach Gewohnheiten verändern, hin zu einer ganz persönlichen positiven CO2-Bilanz.

Tipp 1: Recycling von Flaschen und Verpackungen aus Plastik

Der Verbrauch an CO2 bei Lebensmittel- und Hygieneprodukten in Plastikverpackungen ist enorm. Egal ob Waschmittel, Duschgel, Zahnpasta oder Getränke, diese Produkte werden meist in Kunststoffbehältnissen verkauft. Ohne Wiederverwendung landen die Verpackungen im Müll. Landet Plastik aus Bequemlichkeit oder Unwissen in der Natur, kann der künstliche Werkstoff auf natürlicher Basis nicht zersetzt und abgebaut werden. Die Haltbarkeit beträgt hierbei bis zu 450 Jahre und die chemischen Zusatzstoffe wie Weichmacher und Färbemittel vergiften das Erdreich wie auch das Grundwasser. Extreme Auswirkungen hat Kunststoff auch auf die Weltmeere -  Wasser, das den größten Teil auf der Erde ausmacht. Fische wie auch Wasservögel und Pflanzen werden kontaminiert und sterben.Deshalb sollten beim Kauf von Lebensmitteln oder anderen Produkten auf eine umweltfreundliche Verpackung aus Textil, Papier-Karton oder Glas wie Getränke in Glasflaschen geachtet werden. Bereits vorhandene Plastikgefäße lassen sich hervorragend weiterverwenden, zum Beispiel: Plastikflaschen als Stifthalter oder Pflanzgefäße. Dem kreativen Einsatz stehen dabei kaum Grenzen vor.Recycling von Flaschen und Verpackungen aus Plastik

Tipp 2: Werde Botschafter der Artenvielfalt und des Pflanzenreichtums

Die Agrarwirtschaft sieht immer mehr Monokulturen für den Lebensmittelhandel vor. Es gibt bereits starke Bemühungen für Patente auf Pflanzen und auf Saatgut. Wenn dies der Fall wird, dürfen ohne Erlaubnis der Patentinhaber keine alten Obst- und Gemüsesorten angebaut und verkauft werden. Um dieser Bevormundung zuvor zu kommen, sollte das Bewusstsein für natürliche Lebensmittel erhalten und eigene Lebensmittel angebaut werden. Das Anlegen eines Hochbeetes oder die artenreiche Bepflanzung auf dem Balkon hilft nicht nur bei einer verbesserten Emissionsbilanz, selbst angebautes Obst und Gemüse sind gesund und erfreut ganz nebenbei auch Bienen und andere Insekten bei ihrer Arbeit, die Pollen weiterzuverbreiten.

Tipp 3: Textil anstatt Plastik

Kaum etwas ist schädlicher für die Umwelt und die CO2-Bilanz als Plastiktüten aus dem Supermarkt. Hierbei wird von den Konzernen leider noch viel zu wenig Verantwortung gegenüber der Kundschaft umgesetzt. Zwar liegen an Kassen auch Papiertüten und Stoffbeutel zur Auswahl, die Kunststofftüten sind günstig und werden daher immer noch bevorzugt gekauft. Auch die Produktion von Papiertüten ist keinesfalls problemlos. Der Einsatz an Emissionen ist auch hier sehr hoch. Idealerweise nutzt der verantwortungsvolle und nachhaltig agierende Konsument Stoffbeutel. Diese werden immer beliebter, die Aufdrucke sogar modisch und trendig.Auch hier kann jeder selbst kreativ werden und sich aus dem Künstler- und Bastlerbedarf unbedruckte Stoffbeutel bestellen. Diese lassen sich problemlos mit Drucken oder mit anderen Materialien aufhübschen.

Tipp 4: Achte auf Versandverpackungen und Produktverpackungen

Wer kennt dies nicht: unpraktische und störrische Plastikverpackungen, in denen die Produkte eingeschweißt sind? Für die Industrie eine einfache Art ihre in Massen produzierten Handelswaren in den Verkauf zu geben. Für den Endverbraucher und die Umwelt sind diese Verpackungen unpraktisch und umweltzerstörend. Zum Glück bieten immer mehr Versandhäuser umweltfreundliche Kartonagen zur Verpackung an. Amazon tritt hier vorbildlich in Erscheinung und bietet den Käufern die sogenannte frustfreie Verpackung an. Dabei werden die Produkte in Kartons und umweltfreundliche Versandtaschen verpackt. Der Käufer kann dieser Produkte leicht öffnen, der Umwelt tut es natürlich auch gut. Auch der Fach- und Großhandel für Verpackungen profitiert vom steigenden Umweltgewissen und nutzt die Möglichkeiten aus eigenen Erfahrungen für innovative Angebote.

Tipp 5: Arbeite an deinen eigenen grünen Fußabdruck

Dass Umweltschutz und die Reduzierung von Emissionen keineswegs nur ein Anliegen von Industrie und der Nationen ist, zeigen Ermittlungsverfahren zur persönlichen CO2-Bilanz. Dabei lässt sich der persönliche Fußabdruck messen, der sinnbildlich ist, was die eigenen Auswirkungen auf die Umwelt angeht. Zur Verbesserung gehören Maßnahmen wie: Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel, Konsumverhalten, die Auswahl von Urlaubszielen hinsichtlich Entfernung und Spritverbrauch der Reisetransportmittel.Arbeite an deinen eigenen grünen Fußabdruck

Bonus Checkliste Bioverpackungen - Alles im grünen Bereich?

Wie die hier genannten Beispiele zeigen, lässt sich sehr wohl Einfluss nehmen, was die eigene persönliche Handlungsebene angeht, mit Selbstverantwortung und Weitsicht lässt sich die eigne CO2-Bilanz zum Positiven verändern. Als Bonus hier eine Checkliste für Bio-Verpackungen, die heruntergeladen und verwendet natürlich nachhaltig werden kann.Checkliste (PDF) kostenlos herunterladenBild-Quellen:

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Autor: Arno Kuss für biobiene.com

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